Sonja Wenzel

Was die Einsparung von Energie angeht, ist oftmals „noch Luft nach oben“. Doch besonders Haushalte, die ohnehin schon mit einem nur knappen Budget auskommen müssen, können ihre Geldbörse durch den umsichtigen und aufmerksamen Umgang mit Strom nachhaltig entlasten. Unter dem Dach des Diakonischen Werks Husum (DW) ist seit einiger Zeit der „Stromspar-Check“ angesiedelt. Diese Beratungsstelle richtet sich an Menschen, die entweder nur eine geringe Rente haben, Wohngeld oder andere Sozialleistungen beziehen oder deren Einkommen unterhalb der Pfändungsgrenze liegt. DW-Mitarbeiterin Simone Schwick, René Knapp als Ehrenamtlicher und Horst Thiesen als Fachanleiter stehen kostenlos und unbürokratisch für Fragen, aber auch für ganz konkrete, tatkräftige Unterstützung jenen zur Seite, die dazu eine Berechtigung nachweisen. Der Stromspar-Check bietet unter anderem Beratungen zur effektiven Einsparung von Strom und Heizkosten, aber auch Tipps zum richtigen Heizen und Lüften an.

„Sehr wichtig ist die Prävention“, weiß Simone Schwick. Denn nicht immer sei die Nebenkosten-Abrechnung vom Energie-Versorger verständlich und eindeutig aufgebaut und formuliert. Oftmals seien weitergehende Erläuterungen notwendig, weil die komplizierten Arbeitsgänge nicht immer selbsterklärend seien: Wie setzt sich die Abrechnung zusammen? Welche anfallenden Kosten haben Verbraucher und Verbraucherinnen zu tragen, bevor überhaupt Strom geflossen ist? Unerlässlich sei es unter anderem, die eigenen Zählerstände stets im Blick zu haben, die Ablesung korrekt durchzuführen und plötzlich erhöhte Verbräuche zeitnah nachvollziehen zu können: „Ein halbes Jahr später erinnert man sich an dergleichen für gewöhnlich nicht. Wir unterstützen dabei, Zählerprotokolle richtig zu interpretieren und besprechen sie umgehend mit unseren Kunden und Kundinnen.“ Bei Problemen helfen die drei Mitarbeitenden weiter, regen aber auch dazu an, das eigene Verbrauchs-Verhalten zu überdenken. „Wir geben Tipps, die etwas bringen“, bringt es Simone Schwick auf den Punkt.

Das Team vom Stromspar-Check steht nicht nur telefonisch und online zur Verfügung, sondern macht auch Hausbesuche in ganz Nordfriesland und Norderdithmarschen. Dies wird im Vorwege mit den Kunden und Kundinnen abgesprochen. „Manchmal ist es hilfreich, die Örtlichkeiten, wie beispielsweise die Zähleranlagen, genau unter die Lupe zu nehmen“, erläutert Horst Thiesen. So verfügt das Team auch über bestimmte Messgeräte, mit denen der Stromverbrauch gewisser Geräte recht einfach ausgelesen werden kann: „Viele Menschen besitzen beispielsweise Kühlgeräte, die zwar noch funktionieren, aber in puncto Verbrauch nicht mehr zeitgemäß sind“, so Thiesen. Möglicherweise sei es in manchen Fällen hilfreich, das „Kühlgeräte-Austauschprogramm“ anzubieten – mit entsprechenden Zuschüssen aus öffentlichen Mitteln.

Der Standort des Stromspar-Checks in der Neustadt Nr. 34 ist äußerst zentral gelegen. Auch mit dem Bus ist die Beratungsstelle gut erreichbar. Die Sprechstunden sind montags bis freitags von 9:00 Uhr bis 15:00 Uhr.  Die Kontaktaufnahme ist telefonisch möglich unter 04841-998 9066 oder als E-Mail unter ssc-nf@dw-husum.de. In Friedrichstadt ist ebenfalls eine offene Sprechstunde in regelmäßigen Zeitabständen eingerichtet. Sie befindet sich in der Straße „Am Stadtfeld Nr. 5 – 7“.

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