Sonja Wenzel
Wenn am 29. August die Kulturnacht in Friedrichstadt die Menschen dazu einlädt, Kunsthandwerk, Musik, Literatur und Gastronomie hautnah zu erleben, wird sich auch das Diakonische Werk Husum mit einem interessanten Projekt beteiligen, welches vom Land Schleswig-Holstein gefördert wird. „Kommt_zusammen“ – so lautet der Name und hat den Zweck, Menschen verschiedener Kulturen – vornehmlich in Friedrichstadt und Umgebung – zusammenzubringen. Seit Mai findet man den Treffpunkt Friedrichstadt Am Stadtfeld 5-7 in den Räumen der Kompass gGmbH.
Hier gibt es die Möglichkeit zur Begegnung und Kommunikation zwischen allen Friedrichstädtern und Friedrichstädterinnen. „Dieser Treffpunkt lässt niemand auf der Strecke, er ist für alle Menschen da – gleichgültig welchen Alters, Geschlechts oder Glaubenszugehörigkeit. Integration gelingt am besten dort, wo Menschen einander begegnen und ins Gespräch kommen, möglicherweise sogar ähnlich gelagerte Herausforderungen zu bewältigen haben. Auf diese Weise können wir den Wandel von einem Nebeneinander zu einem Miteinander schaffen“, sagt Claudia Böskens, Ehrenamts-Koordinatorin der Fachstelle Migration in Husum und Urheberin der Idee, in Friedrichstadt einen Treffpunkt dieser Art einzurichten.
Sie stellte ihre Idee im vergangenen Jahr dem – mittlerweile leider verstorbenen – Friedrichstädter Bürgermeister Tobias Tietgen vor, der sofort begeistert war und maßgeblich dazu beitrug, dass die Weichen für die Einrichtung einer Begegnungsstätte gestellt werden konnten. Die Projektarbeit im „Treffpunkt Friedrichstadt“ ist bereits angelaufen: Eine Nähstube, die „Handarbeit und Geselligkeit“ garantiert, hat bereits Interesse hervorgerufen. In Planung sind noch weitere Angebote: „Es soll Info-Abende zu speziellen Themen und weitere Kreativangebote geben“, erklärt Claudia Böskens. Dabei wird die Stadt mit in die Überlegungen mit einbezogen und regelmäßig informiert. „Wichtig ist, den Bedarf zu kennen, deshalb sind Anregungen und Wünsche herzlich willkommen. Auch ehrenamtliche Unterstützung ist wichtig für die Umsetzung der Ideen“.
In der zwischen 18:00 und 24:00 Uhr stattfindenden Kulturnacht wird es im „Treffpunkt Friedrichstadt“ ein kurzweiliges Programm geben: Zu sehen ist die Ausstellung des Fotoprojekts „Visible – sichtbar“, das vom Leben geflüchteter Frauen und Kinder in einem griechischen Lagererzählt. Nützliche Produkte, die in der Werkstatt dieses Lagers gefertigt wurden, sollen zum Verkauf angeboten werden. Zudem gibt es eine Lesung und später Musik auf offener Bühne.
