Sonja Wenzel
Es ist seit vielen Jahren gute, verlässliche Tradition in den beiden Einrichtungen „Betreutes Jugendwohnen“ und „Haus am Park“ im Diakonischen Werk Husum (DW), dass stets im Herbst das allseits beliebte Lichterfest stattfindet. Dieses willkommene Vergnügen für die jungen Bewohnerinnen und Bewohner markiert im ausgehenden Jahr die lichtärmere Jahreszeit und liegt terminlich stets um den Sankt Martinstag herum. Gerade in dieser zweiten Jahreshälfte bietet der warme Schimmer eines Lichts Schutz und Geborgenheit. Darauf hob Pastor Andreas Raabe in seiner kurzen, griffigen Andacht ab: „Manchmal reicht schon ein einziges Teelicht. Es ist dessen Aufgabe, die Finsternis zu vertreiben. Wir können für alle von uns ein Licht sein, es ist das Lächeln, das wir einander schenken können. Gott unterscheidet nicht nach großen und kleinen Lichtern – alle sind unendlich wertvoll.“
Katja Schmidt, Leiterin alle stationären Einrichtungen im DW Husum, blickte auf die herausragenden Ereignisse dieses Jahres zurück: Dazu gehörte der Ausflug zum Multimar Wattforum, die Ferienfreizeit im Haus am Park sowie der Besuch der Landesjugendkonferenz im Jugendhof Scheersberg. „Für die jungen Menschen, die aus dem Haus am Park mitkommen konnten, war dies ein großartiges Erlebnis.“
Den Mitarbeitenden zollte sie für ihren Einsatz für die Kinder und Jugendlichen großes Lob: „Danke, dass ihr die Herausforderungen annehmt, dass ihr ihnen bei ihrer Entwicklung helft und stets Lösungen findet“, so Katja Schmidt. Doch es bedarf einer ganzen Reihe von Menschen und Institutionen, die im Hintergrund wertvolle Arbeit leisten – allen diesen Personen dankte sie: Den Hauswirtschafts- und Reinigungskräften, die eine grundsätzliche Wohlfühlatmosphäre schaffen; den Hausmeistern Jörg und Sven Stäwen sowie Rainer Thomsen, die gewissermaßen die „Feuerwehr der Handwerker“ seien; der Verwaltung, die im Trubel des Büroalltags den Überblick behalte, den verschiedenen Stellen im Diakonischen Werk Husum für konstruktive Absprachen und Lösungen, aber auch den Mitarbeitenden des Kreises Nordfriesland, die bei aller Konzeptarbeit immer das Wohl der Kinder und Jugendlichen im Blick haben. Auch die Sponsoren und Sponsorinnen erhielten ihre große Anerkennung: „Ihre Spenden sind niemals ein Tropfen auf den heißen Stein, es sind Mittel, die wir brauchen und die unmittelbar den jungen Bewohnerinnen und Bewohnern zugutekommen.“ Den beiden Einrichtungsleiter des Hauses am Park Olaf Ley und Timo Wolksi, dankte Katja Schmidt für den „unermüdlichen Einsatz mit viel Herz“. Doch die Hauptpersonen seien die jungen Menschen selbst: „Schön, dass ihr da seid und euch bemüht, das Leben zu meistern – ihr habt hier den größten Einsatz.“
Alle hatten sich ins Zeug gelegt, um einen unvergesslichen Abend mit allerlei Kurzweil zu gestalten. Dazu gehörte das Basteln von Laternen, die mit nach Hause genommen werden durften, ein stimmungsvolles Lagerfeuer sowie „Wikingerschach“. Kulinarisch hatten sich die Verantwortlichen einiges einfallen lassen mit einem Grillstand für knusprige Würstchen; außerdem es gab Kaffee und selbstgebackene Kuchen und Waffeln sowie Apfelpunsch. Die Veranstaltung wurde musikalisch umrahmt mit Gitarrenmusik von Sascha Utech und Marco Lembcke.




