Sonja Wenzel

Gut, dass es sie gibt: Seit zwei Jahrzehnten leisten speziell ausgebildete Mitarbeitende „Dienst am Menschen“ in der „Streetwork“, einer Einrichtung des Diakonischen Werks Husum. Sie ist im „Eishaus“ in der Nähe des Westfriedhofs untergebracht. Streetwork ist eine besondere Art der „aufsuchenden Sozialarbeit“. Sie findet in öffentlichen Bereichen statt und nimmt vornehmlich jene jungen Menschen in den Fokus, die von traditionellen Hilfesystemen nicht oder kaum erreicht werden.

Die Streetwork in Husum begann vor 20 Jahren. Dieser runde Geburtstag soll mit einer kleinen Feier am 17. Juli 2025 ab 11:00 Uhr im und vor dem Eishaus begangen werden. „Den Auftakt der Veranstaltung bilden Grußworte, unter anderem von Geschäftsführer Jens Grehm, der Jugendhilfe und Husums Bürgermeister Martin Kindl“, erklären die beiden Streetworker Kevin Petersen und Erik Hähling. Im Anschluss daran wird ein Vortrag vom Hamburger Straßensozialarbeiter Christoph Bethmann folgen, der über die Geschichte der Streetwork und über Menschenrechte referieren wird.

Natürlich wird auch das Team der Husumer Streetwork vorgestellt: Erik Hähling kümmert sich schwerpunktmäßig um Einzelfall- und niedrigschwellige Sozialarbeit, wobei Kevin Petersen sich eher um die aufsuchende Arbeit kümmert: „Das ist Beziehungsarbeit auf der Straße“, sagt er. Ab 12:00 Uhr findet ein offener Austausch statt, eingeschlossen sind Getränke und Catering. Ab 15:00 Uhr gibt es live Musik: Ein Rapper aus Husum gibt sich die Ehre. Gegen 15:30 Uhr soll die Veranstaltung enden.

War die Streetwork viele Jahre im „Pavillon“ am ZOB untergebracht, zog sie Mitte September des Jahres 2021 in den Norden der Stadt ins Eishaus. Dieses Gebäude strahlt noch immer den ganz speziellen Charme einer älteren, ehemals gewerblich genutzten Anlage aus. „Wir freuen uns über die originellen Räumlichkeiten, die hell, freundlich und einladend hergerichtet sind und Besucherinnen und Besuchern eine geschützte Atmosphäre bieten“, so Kevin Petersen und Erik Hähling. Beide danken der Stadt Husum, dem Kreis Nordfriesland und der Jugendhilfe für 20 Jahre Unterstützung und vertrauensvolle Zusammenarbeit. Ein ganz besonderer Dank gilt den Anwohnerinnen und Anwohnern im Umkreis des Eishauses: „Es ist ein sehr wertschätzender Umgang in diesem kleinen Viertel“, versichern die beiden Streetworker.

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