Sonja Wenzel
Seit vielen Jahren werden immer im Frühjahr die „Internationalen Wochen gegen Rassismus“ durchgeführt. Dabei geht es darum, die Menschen ein wenig aufzurütteln und dazu zu bringen, sich in ihrem Alltagsverhalten selbst zu hinterfragen, gesellschaftliche Umdenk- und Lernprozesse anzuregen und in die Tat umzusetzen: Nur so kann auf Dauer dazu beigetragen werden, dass in einer aufgeklärten Gesellschaft Rassismus und Gewalt gegen Menschen mit Migrationsgeschichte keine Chance haben. In diesem Jahr findet die zweiwöchige Veranstaltungsreihe zwischen dem 17. und dem 30. März statt.
Das Diakonische Werk Husum beteiligt sich mit zwei Veranstaltungen an den bundesweiten UN-Wochen gegen Rassismus: „Am 20. März werden wir uns zwischen 9:00 und 11:00 Uhr mit einem Infostand auf dem Husumer Marktplatz präsentieren“, sagt Cordula Wulfert, Leiterin der Abteilung Migration. Das Organisations-Team hofft, besonders viele Menschen zu erreichen. Denn an dem Tag findet nicht nur der traditionelle Wochenmarkt statt, sondern auch die ebenso beliebte Marktandacht, die von Pastorin Silke Raap gehalten wird. Sie wird auf die Aktion des Diakonischen Werks hinweisen. Der Besuch des Info-Stands lohnt sich: „Wir haben ein Quiz vorbereitet. Außerdem haben wir Aussagen aus dem ‚Alltags-Rassismus‘ zusammengetragen und kopiert, mit denen Interessierte sich selbst testen können. Auch mit Fragen aus dem Einbürgerungstest kann man sein eigenes Wissen testen“, so Cordula Wulfert. Sie dankt allen Mitarbeitenden, die sich zusätzlich ins Zeug gelegt haben, um mit der Veranstaltung die Aufmerksamkeit möglichst vieler Menschen zu erreichen.
Am 24. März zwischen 9:00 und 11:00 Uhr ist das Team mit einem Info-Stand mit verschiedenen Aktionen auf dem Marktplatz in Tönning vertreten. Unter anderem wird die originelle Sitzbank, die normalerweise vor dem Tönninger Diakoniegebäude installiert ist und mit teilweise fehlender Sitzfläche „Rassismus keinen Platz bietet“, als Hintergrund für verschiedene Fotomöglichkeiten dienen.
Initiatorin der Internationalen Wochen gegen Rassismus ist die „Stiftung gegen Rassismus“, die die Veranstaltung plant und koordiniert. Um ablehnende Haltungen zu überwinden, setzt sich die Stiftung für die Förderung von Kontakten zwischen Menschen mit und ohne Rassismus-Erfahrungen ein. Sie setzt auf das persönliche Engagement aller Bürger und Bürgerinnen, die sich zum Wohle einer menschenfreundlichen, gleichberechtigten Gesellschaft einsetzen möchten.

