Dieser Dienstag war wahrlich „kein Tag wie jeder andere“: Im Eishaus, dort wo die Streetworker ihren Arbeitsplatz haben, hatte sich Besuch angekündigt. Genauer: Besuch mit einer Überraschung. Und diese Überraschung fiel sehr groß aus, denn Vizepräsidentin Maria Leuker-Pelties vom Lions Club Husum-Uthlande war nicht mit leeren Händen eingetroffen, sondern mit zwei großen Schecks. Einen davon – in Höhe von 1.700 Euro – überreichte sie dem Abteilungsleiter für niedrigschwellige Hilfen, Jens Frank, der für die Streetworker zuständig ist. Gemeinsam mit ihm freuten sich die Teammitglieder Ann-Kristin Rode-Mittag und Erik Hähling. Ihre Arbeit ist beim Diakonischen Werk Husum angesiedelt und wird größtenteils von der Stadt Husum finanziert.

Einen weiteren Scheck über 1.000 Euro übergab die Vizepräsidentin an Karl-Heinz „Charly“ Häuber von der Husumer Tafel, die ebenfalls beim Diakonischen Werk Husum angesiedelt ist.  „Das Geld“, so berichtete Maria Leuker-Pelties, „stammt aus den Spenden, die wir bei unseren Frühstücksaktionen im Englischen Bahnhof einsammeln. Ein weiterer Betrag kommt durch den Verkauf unserer Adventskalender hinzu.“ Die Entscheidung zur Verteilung des Geldes sei bei der Mitgliederversammlung des Lions-Clubs Husum-Uthlande gefallen, dem 40 Damen angehören.     Erfreut äußerte sich Geschäftsführer Jens Grehm vom Diakonischen Werk Husum: „Es ist so, dass die Summe uns sehr dankbar macht. Als Diakonie werden wir in der Gesellschaft wahrgenommen. Und, wir wissen es alle, auch wir haben mit Kostensteigerungen zu tun – der ganze >Unterbau< muss finanziert werden. Rückläufig sind auch die Kirchensteuern. Bei alledem gibt es Vereine, die die Arbeit des Diakonischen Werkes wertschätzen.“

Abteilungsleiter Jens Frank, bereits seit 2008 im Dienst, berichtete: „Wir haben Projekte, die in der Herstellung zunächst mal etwas kosten. Wir freuen uns sehr über die Wertschätzung unserer Mitarbeitenden, die wir durch diese Geste heute erfahren haben.“

Ausdrücklich wies an dieser Stelle Charly Häuber, der die Leitung der Mobilen Tafel und der Tafel innehat, auf einen wesentlichen Aspekt hin: „Alle unsere 120 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind ehrenamtlich tätig. Wir betreuen knapp 1.000 Kundenhaushalte – dahinter stehen 2.000 bis 2.500 Personen, die von allen vier Tafeln Lebensmittel erhalten. Auch bei uns steigen die Ausgaben – als Beispiel nenne ich mal den  Anstieg der Benzinkosten.“

Geschäftsführer Jens Grehm wies an dieser Stelle darauf hin, „dass sich die Tafeln ausschließlich durch Spenden finanzieren.“ Und die zum Diakonischen Werk gehörenden drei Streetworker (Kevin Petersen war bei der Spendenübergabe nicht dabei) seien größtenteils von der Stadt Husum bezahlt. Dann stellte Abteilungsleiter Jens Frank das Kalenderprojekt vor, das bereits 2025 verwirklicht wurde: „Im Kalender von 2025 hatten wir Problembilder abgebildet; den Kalender 2027 wollen wir mit positiv behafteten Bildern gestalten und gerne ab November verkaufen. Zur Herstellung möchten wir 1.000 Euro des Betrages verwenden. Die restlichen 700 Euro möchten wir zur Errichtung eines eigenen Fonds der niederschwelligen Hilfen verwenden, um in akuten Notlagen zu helfen. Da geht es um schnelle und einfache Hilfen. Als Beispiele nenne ich mal die Ausgaben für eine Fahrkarte zum Besuch eines Verwandten, die jemand nicht aufbringen kann oder eine verlorengegangene Brille.  Wir hatten mal solch einen Fond, aber der ist weggefallen.“ Spontanes Lob der Lions-Club-Vizepräsidentin Maria Leuker-Pelties: „Solch ein Fond ist eine sehr sinnvolle Sache!“

Im Anschluss an die nachfolgende Besichtigung des Erdgeschossraumes stellten sich alle für die Abschlussfotos vor das Eishaus – und strahlten dort noch einmal mit der Sonne um die Wette.  

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