Sonja Wenzel
Engagement für die Gesellschaft, in der wir leben, ist für sie „Ehrensache“ und Bedürfnis. Tatkräftig und uneigennützig unterstützen der Lions Club Husum, der Lions Club Goesharde und Lions Club Husum-Uthlande jene Menschen, von denen es scheint, dass das gute Schicksal sie vergessen hat: „Wir sammeln einmal im Monat Spenden für die Tafel“, sagen Hartmut Pursch und Joachim Roscher von den Husumer Lions. Sie haben im THEO in unmittelbarer Nähe des Lebensmittelmarktes „Posten bezogen“ und sprechen die Passanten an: „Wir bitten die Menschen, die Tafel mit einer kleinen Lebensmittelspende bei ihrem nächsten Einkauf zu bedenken. Es beruht alles auf Freiwilligkeit“, erklärt Hartmut Pursch die monatliche Aktion, die schon seit 2022 stattfindet. Insgesamt sind seitdem ca. 300 Kisten und ca. 1.800 € an Barspenden pro Jahr zusammengekommen – beeindruckende Zahlen.
Bei dieser ehrenamtlichen Sammlung zu Gunsten der Husumer und der mobilen Tafel ist natürlich die Freude besonders groß, wenn es sich um haltbare, lagerfähige Lebensmittel handelt, die die Transportkörbe füllen. „Am besten geeignet sind Zucker und Mehl, Margarine und Pflanzenöle, Konserven, Hygieneartikel, Tee, Kaffee und ähnliche Waren“, erläutern die beiden. Nitya hat gerade ihren Einkauf erledigt. Zielstrebig steuert sie auf den Stand der Lions zu. Strahlend händigt sie Öl, Haferflocken und gemahlenen Kaffee aus, und diese Lebensmittel wandern sofort in den bereitstehenden Vorratskorb: „Ich empfinde diese Sammlung als eine großartige Sache, und ich helfe gern“, sagt sie. „Viele Menschen wissen schon Bescheid und unterstützen die Tafel regelmäßig mit einer Warenspende“, so Pursch.
Bald kommt die Ablösung durch den Lionsclub Goesharde: „Jeweils zwei Stunden arbeiten die Mitglieder der beiden Clubs. Wir haben das Fahrzeug von der Tafel geholt, um die Waren fortschaffen zu können, die zweite Schicht übernimmt die Nachbereitung“, heißtes. Auf diese Weise erhält die Husumer Tafel etwas mehr Spielraum und kann auch haltbare Waren ausgeben, die sonst kaum in der Vorratskammer vorhanden sind. Denn immerhin muss bedacht werden, dass die Menschen, die über die Tafel ihre Grundversorgung sicherstellen müssen, immer mehr werden – und dass die Tafeln keinerlei öffentliche Gelder erhalten und insofern auf die Unterstützung durch Spenden angewiesen sind. „Wir sind sehr dankbar für die großartige regelmäßige Unterstützung. Damit können wir die Ausgabe der Lebensmittel für unsere Kunden gut ergänzen“, freut sich Adelheit Marcinczyk, Geschäftsbereichsleitung Soziales und Arbeit im Diakonischen Werk Husum.
